Wie kann das sein?

Kinder und Jugendliche wünschen sich ein Umfeld, das ihnen die Entwicklung eigener Fähigkeiten und Fertigkeiten ermöglicht. Nicht allen ist dies gleichermaßen vergönnt. Denn Kinder und Jugendliche, denen - wenn auch zu ihrem Schutz - ihr leibliches Zuhause genommen wird, leben fernab der Ursprungs-Familie.

 

Dies tun sie häufig übergangsweise in Bereitschaftsfamilien, Heimen, Betreuungseinrichtungen und Solidargemeinschaften. All diese leisten zweifellos Enormes, sie ermöglichen eine schnelle Hilfe in einer Notsituation. Jedoch sind sie in erster Linie gedacht zur vorübergehenden Unterbringung der Kinder und Jugendlichen, da man dort nicht ausreichend intensiv und auch nicht ausreichend individuell auf deren Bedürfnisse eingehen kann.

 

In Deutschland werden jährlich tausende (!) Kinder und Jugendliche auf behördliche und gerichtliche Anweisung hin von den Eltern getrennt, da diese die seelische und körperliche Unversehrtheit ihrer Kinder nicht ausreichend sicherstellen wollen bzw. sicherstellen können. 

 

Frühes Trauma

 

Insbesondere Kinder, denen von den Eltern physisches und/oder psychisches Leid zugefügt wurde, haben dann bereits ein schweres Trauma erlitten. Vielfach haben sie ihr Grundvertrauen verloren, sodass sie eine besondere Fürsorge von Staat und Gesellschaft verdienen.

 

Das Wort "Trauma" kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie "Verletzung". Ein Trauma kann einerseits durch Naturkatastrophen, Terrorangriffe oder durch einen schweren Verkehrsunfall ausgelöst werden. Es entsteht aber auch durch häusliche Gewalt, Missbrauch, fundamentale soziale Veränderungen - also etwas, das nahezu alle Kinder und Jugendlichen, die in die Obhut der öffentlichen Hand genommen werden, erleben bzw. erleiden.

 

Solche Ereignisse führen fast bei jedem Menschen zu extremen Stress, Hilflosigkeit und Entsetzen. Zeigen sich unmittelbar nach dem Ereignis oder auch mit zeitlicher Verzögerung Symptome wie Betäubtheit oder Gefühlsschwankungen, dann sprechen Psychologen von einer (Akuten) Belastungsreaktion, die durchaus von allein abklingen kann. Halten die Symptome jedoch länger an, kann sich eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) mit Flashbacks, Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit und Gleichgültigkeit entwickeln. Womöglich sind die betroffenen Kinder und Jugendlichen nicht mehr in der Lage, sich gesellschafts- und regelkonform zu verhalten. Es kann sogar dazu führen, dass sie in Stresssituationen gewalttätig werden - ohne dies selbst aktiv zu wollen.

Ob und wie junge Menschen reagieren, hängt von der Persönlichkeitsstruktur, dem Umfeld oder auch vom Alter ab. Junge Menschen haben nach übereinstimmender Meinung zentraler wisenschaftlicher Studien ein hohes Risiko, an PTBS zu erkranken.

 

Hierzulande eine große Aufgabe

 

Es gibt weltweit ungezählt viele Kinder in einer solch fatalen Situation. Wir dürfen jedoch nicht übersehen, dass sich allein in Deutschland derzeit mehrere zehntausend (!) Kinder in einer Lage befinden, die sie selbst als existenziell bedrohlich empfinden.

 

Die Stiftung widmet sich daher vorrangig Kindern und Jugendlichen hierzulande. Sie fördert jedoch auch ausgewählte Maßnahmen zur Linderung des Leids von Kindern und Jugendlichen in anderen Ländern.

 

Aktualisiert am 13. Juni 2018

Aktuell

Die Bewerbung für die ELK-Preise 2018 ist noch bis zum 30. Juni 2018 möglich. Hier erfahren Sie mehr dazu. 

 

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Engagement-Schwerpunkt I

Careleaver

 

Neubau

Die Vorbereitungen für das "EmMi LuebesKind-Haus" in Berlin schreiten voran. Stand der Dinge ... 

 

Buchprojekt "Careleaver"

Die ELK setzt derzeit ein umfassendes Careleaver-Buchprojekt um. Zum CareLeaverCare

 

Engagement-Schwerpunkt II

Kinder und Jugendliche

 

Wunschzettel-Box - auch in 2018

Auch in 2018 wird es eine Wunschzettel-Aktion geben. -> Mehr ,

 

Studie veröffentlicht und frei verfügbar

Die von der ELK exklusiv ermöglichte Langeitstudie der Universität Siegen ist in gedruckter Form und auch als PDF kostenlos verfügbar. Mehr dazu ... 

 

Kulturzeit 2017/18

Die ELK ermöglicht in der Spielzeit 2017/18 im gesamten Bundesgebiet Kindern und Jugendlichen, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen, den Besuch eines ausgewählten Kulturereignisses. Mehr 

Sonstiges

 

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