Politik und Gesellschaft

Kinder und Jugendliche wünschen sich ein Umfeld, das ihnen die Entwicklung eigener Fähigkeiten und Fertigkeiten ermöglicht. Nicht allen ist dies gleichermaßen vergönnt. Denn Kinder und Jugendliche, denen - wenn auch zu ihrem Schutz - ihr leibliches Zuhause genommen wird, leben fernab der Ursprungs-Familie. 

 

Die Gemeinnützige Gesellschaft EmMi LuebesKind möchte ihren Beitrag dazu leisten, dass sich Politik und Gesellschaft noch mehr damit befassen. Und sie schenkt den betroffenen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Gelegenheiten, sich in der Gesellschaft zu etablieren. 

KulturZeit 

Kulturelle Bildung setzt kulturelle Teilhabe voraus 

Damit Kinder und Jugendliche, denen - wenn auch zu ihrem Schutz - ihr leibliches Zuhause genommen wird, auch teilhaben können an den Möglichkeiten der kulturellen Bildung, setzt sich die Gemeinnützige Gesellschaft EmMi LuebesKind für deren Möglichkeit zur kulturellen Teilhabe ein.

 

Unter dem Titel "KulturZeit" bietet die ELK den Pflege- und Bereitschaftsfamilien, Heimen und Wohngruppen exklusive Einblicke in Kultureinrichtungen und ermöglicht ihnen den kostenlosen Besuch von Veranstaltungen

Jährliche UdL-Konferenzen

Die erste Tagung zu aktuellen Ergebnissen und Erkenntnissen aus der ELK-Arbeit fand im September 2015 in der Bertelsmann-Repräsentanz in Berlin ("Unter den Linden 1" > daher: "UdL-Konferenz") statt. An ihr nahmen Vertreterinnen und Vertreter vieler namhafter Pflegekinder-Betreuungseinrichtungen und öffentlicher Stellen teil. 

 

Die 2016er-Konferenz fand am 21. September - erneut auf Einladung von Frau Liz Mohn und erneut in Berlin im Haus der Bertelsmann Stiftung statt. Schwerpunktthema der Konferenz in 2016 waren die "Careleaver" sowie die Langzeitstudie der Forschungsgruppe Pflegekinder (Universität Siegen).

Fachkonferenz im BMFSFJ | April 2017

v.l.n.r.: Dr. Dagmar Reimer / Prof. Dr. Klaus Wolf  / Eva Beuster / Christian Wolter / Dr. Susanne Litzel  / Prof. Dr. Friedrich Loock

 

Bundeskonferenz im BMFSFJ

Auf Einladung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) veranstaltete die ELK unter dem Titel "Der Kinder- und Jugendhilfe entwachsen" im Ministerium eine Konferenz zugunsten von Careleavern aus Pflegefamilien und Wohngruppen.  Mehr  ...

Unter dem Titel "Der Kinder- und Jugendhilfe entwachsen" veranstaltete die ELK auf Einladung des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) am 28. April 2017 eine Fachkonferenz im BMFSFJ. 

 

Zur Begrüßung sprach Frau Caren Marks, die Parlamentarische Staatssekretärin des BMFSFJ zu den zahlreichen Teilnehmer*innen. Anschließend präsentierten die Studienleiterin, Frau Dr. Dagmar Reimer, und der Leiter der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen, Herr Prof. Dr. Klaus Wolf, die Ergebnisse und Erkenntnisse der von der ELK finanzierten Langzeitstudie der Forschungsgruppe. Danach gewährten Eva Beuster und Christian Wolter Einblicke in den herausfordernden Alltag von "Careleavern", also von jungen Menschen, die mit Erreichen der Volljährigkeit die Obhut der öffentlich getragenen Kinder- und Jugendhilfe verlassen (müssen) ("leaving care" = "Careleaver").

Kinder und Jugendliche wünschen sich ein Umfeld, das ihnen die Entwicklung eigener Fähigkeiten und Fertigkeiten ermöglicht. Nicht allen ist dies gleichermaßen vergönnt. Denn Kinder und Jugendliche, denen - wenn auch zu ihrem Schutz - ihr leibliches Zuhause genommen wird, leben fernab der Ursprungs-Familie.

 

Dies tun sie häufig übergangsweise in Bereitschaftsfamilien, Heimen, Betreuungseinrichtungen und Solidargemeinschaften. All diese leisten zweifellos Enormes, sie ermöglichen eine schnelle Hilfe in einer Notsituation. Jedoch sind sie in erster Linie gedacht zur vorübergehenden Unterbringung der Kinder und Jugendlichen, da man dort nicht ausreichend intensiv und auch nicht ausreichend individuell auf deren Bedürfnisse eingehen kann.

 

In Deutschland werden jährlich tausende (!) Kinder und Jugendliche auf behördliche und gerichtliche Anweisung hin von den Eltern getrennt, da diese die seelische und körperliche Unversehrtheit ihrer Kinder nicht ausreichend sicherstellen wollen bzw. sicherstellen können. 

 

Frühes Trauma

 

Insbesondere Kinder, denen von den Eltern physisches und/oder psychisches Leid zugefügt wurde, haben dann bereits ein schweres Trauma erlitten. Vielfach haben sie ihr Grundvertrauen verloren, sodass sie eine besondere Fürsorge von Staat und Gesellschaft verdienen.

 

Das Wort "Trauma" kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie "Verletzung". Ein Trauma kann einerseits durch Naturkatastrophen, Terrorangriffe oder durch einen schweren Verkehrsunfall ausgelöst werden. Es entsteht aber auch durch häusliche Gewalt, Missbrauch, fundamentale soziale Veränderungen - also etwas, das nahezu alle Kinder und Jugendlichen, die in die Obhut der öffentlichen Hand genommen werden, erleben bzw. erleiden.

 

Solche Ereignisse führen fast bei jedem Menschen zu extremen Stress, Hilflosigkeit und Entsetzen. Zeigen sich unmittelbar nach dem Ereignis oder auch mit zeitlicher Verzögerung Symptome wie Betäubtheit oder Gefühlsschwankungen, dann sprechen Psychologen von einer (Akuten) Belastungsreaktion, die durchaus von allein abklingen kann. Halten die Symptome jedoch länger an, kann sich eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) mit Flashbacks, Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit und Gleichgültigkeit entwickeln. Womöglich sind die betroffenen Kinder und Jugendlichen nicht mehr in der Lage, sich gesellschafts- und regelkonform zu verhalten. Es kann sogar dazu führen, dass sie in Stresssituationen gewalttätig werden - ohne dies selbst aktiv zu wollen.

Ob und wie junge Menschen reagieren, hängt von der Persönlichkeitsstruktur, dem Umfeld oder auch vom Alter ab. Junge Menschen haben nach übereinstimmender Meinung zentraler wisenschaftlicher Studien ein hohes Risiko, an PTBS zu erkranken.

 

Hierzulande eine große Aufgabe

 

Es gibt weltweit ungezählt viele Kinder in einer solch fatalen Situation. Wir dürfen jedoch nicht übersehen, dass sich allein in Deutschland derzeit mehrere zehntausend (!) Kinder in einer Lage befinden, die sie selbst als existenziell bedrohlich empfinden.

 

Die Stiftung widmet sich daher vorrangig Kindern und Jugendlichen hierzulande. Sie fördert jedoch auch ausgewählte Maßnahmen zur Linderung des Leids von Kindern und Jugendlichen in anderen Ländern.

 

Aktualisiert am 19. Juni 2019

"Careleaver Weltweit"

Falls Careleaver das Ausland kennenlernen möchten, unterstützen wir sie organisatorisch, finanziell und persönlich. Hierzu startete am 1. April 2019 unter dem Namen "Careleaver weltweit" das Gemeinschafts-Projekt der Drosos Stiftung (Zürich) und EmMi LuebesKind. Mehr

 

"CareLeaverCare"

Ein zentrales Programm der Gemeinnützigen Gesellschaft EmMi LuebesKind widmet sich den Careleavern. > Zur Website "CareLeaverCare" 

 

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Die Bild-Elemente stehen für Zahnräder, die ineinandergreifen, um durch wechselseitig bedingte Rotation Dinge in Bewegung setzen und zugleich die dafür erforderliche Kraft zu verteilen. Das Bild symbolisiert, dass die ELK viele ihre Hilfestellungen im Zusammenwirken mit Anderen leistetDie Farbe "rot" steht für "Zuneigung" und für ein Wirken, das sich an Bedarfen und auch Wünschen ihrer Zielgruppen orientiert.  

Rückblick

 

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Hier erfahren Sie mehr über die Engagements der ELK in den vergangenen Jahren.

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Gut zu wissen

Careleaver-Studie veröffentlicht und frei verfügbar

Die von der ELK exklusiv ermöglichte Langeitstudie der Universität Siegen ist in gedruckter Form und auch als PDF kostenlos verfügbar. 

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Weitere Websites der ELK

www.CareLeaverCare.org

Alles zum Careleaver-Programm

www.elk-haus-berlin.de

Alles zum EmMi LuebesKind-Haus

www.careleaver-weltweit.de

Alles zum Careleaver Weltweit Projekt

Wunschzettel-Box - auch in 2019

Nach dem großen Erfolg in 2018 wird es auch in 2019 eine Wunschzettel-Aktion geben. 

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