EmMi LuebesKind-Haus | Berlin

Auf dieser Seite erfahren Sie kurz und knapp alles Wissenswerte über

1..   den Stand der Dinge,

2.   das Anliegen der ELK,                                           

3.   die Architektur des Gebäudes,    

4.   das historische Quartier der Waisen- und Littenstraße.

Abschließend finden Sie auf dieser Seite eine Photo-Galerie.   

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0.  Bemerkenswert

Zahlreiche Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene können nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen, da sie (Halb-/Voll-)Waisen sind. Für sie setzt sich die Gemeinnützige Gesellschaft EmMi LuebesKind ein - das EmMi LuebesKind-Haus | Berlin entsteht an der Waisenstraße.  

1.  Stand der Dinge

Ein privilegierter Ort inmitten der urbanen Gesellschaft

Die ELK widmet sich jungen Menschen, die bislang kein privilegiertes Leben haben / hatten und deren Schicksal sich in der Regel außerhalb der gesellschaftlichen Wahrnehmung vollzieht. Das EmMi LuebesKind-Haus | Berlin befindet sich daher bewusst an einem Standort inmitten der urbanen Gesellschaft Berlins. 

 

März 2018

Das Grundstück wird zur Vorbereitung auf die archäologischen Untersuchungen eingezäunt. 

Februar 2018

Das Bezirksamt Berlin-Mitte erteilt eine Teilbaugenehmigung. Damit kann das Grundstück für archäologische Untersuchungen vorbereitet werden. Somit werden auf dem Grundstück Pflanzungen und Installationen beseitigt:

1.   Die gefällten Bäume spendet die ELK dem Sozialwerk für Suchtkranke ICHTYS e.V. (Mahlow-Waldblick).

2.  Jeder Baum, der leider für das ELK-Haus weichen musste, wird mit einer großzügigen Baum-Spende an das Grünflächenamt ausgeglichen!

November 2017

In der "Berliner Zeitung" erscheint auf Seite 1 des Berliner Buchs ein ganzseitiger Artikel über das Vorhaben. Der Beitrag entstand ohne Einbindung der ELK und ist (demzufolge) nicht ganz frei von inhaltlichen und sachlichen Fehlern.    

September 2017

Fachplanung und Bauleitung übernimmt die IDP Ingenieurgesellschaft Berlin.

August 2017

Gemeinsam mit dem Architektenbüro "Brenner Krohm Architekten PartGmbH" reicht die ELK den Bauantrag beim Bauamt Berlin-Mitte ein. 

Mai 2017

Bestandteil des Kaufvertrages - und vom Bauamt Berlin-Mitte als zwingende Bebauungs-Vorgabe definiert - ist ein bereits im Jahre 2014 erstellter Architektenentwurf des Stadtarchitekturbüros Prof. Brenner | Krohm (Berlin), den die ELK mit dem Eigentumsübergang übernimmt.

April 2017

Die ELK beurkundet nach intensiven Verhandlungen mit den Eigentümern und den zuständigen Ämtern den Kaufvertrag für das Baugrundstück. 

 

2.  ELK-Anliegen

Kinder und Jugendliche, die in Pflegefamilien und Wohngruppen heranwachsen, stehen bis zu ihrem 18. Lebensjahr unter einem besonderen Schutz der öffentlichen Hand. Dafür gibt es die "Kinder- und Jugendhilfe". Ergänzende Programme hierzu sind regioanl bis bundesweit etabliert. Es gibt zudem zahlreiche Einrichtungen, die sich um Pflegekinder und Pflegejugendliche kümmern. Gleichwohl ist der Bedarf weiterhin groß, beispielsweise hinsichtlich der finanziellen und rechtlichen Absicherung von Dauerpflegschaften

 

"Careleaver"  müssen sich nach ihrem bisher schon schwierigen Lebensweg einer weiteren und zum Teil vollkommen neuen Vielzahl an Herausforderungen stellen: Der wohnliche Wechsel und die Ausbildung werden im Zuge des selbstständigen Lebens kompliziert. Vergangenheitsverschuldete emotionale Belastung, der Verlust eines stabilen Familiensystems und somit Schwierigkeiten in der Finanzierung und Strukturierung des Alltags sind zusätzliche Hürden. 

Mit dem EmMi LuebesKind-Haus erhält das Anliegen der ELK in Berlin-Mitte eine feste Adresse und ein bauliches Gesicht.

 

Junge Menschen

Das Gebäude wird die Gemeinnützige Gesellschaft EmMi LuebesKind vor allem in den Dienst von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen stellen, die nicht bei ihren Ursprungsfamilien aufwachsen bzw. aufgewachsen sind.. 

Junge Themen

Darüber hinaus wird das Haus ein Zentrum sein für meinungsbildende Austausche über gesellschaftliche und politische Erfordernisse. 

Junge Geschichte

Angesichts der wechselvollen Geschichte dieses Quartiers "Waisenstraße / Littenstraße / Klosterstraße / Grunerstraße" insbesondere vom Mittelalter bis Ende des 19. Jahrhunderts beabsichtigt die ELK, gemeinsam mit dem Denkmalschutz und dem Stadtmuseum Berlin sowie mit dem Evangelischen Gymnasium "Graues Kloster" und dem Franziskaner-Orden in dem Gebäude einen öffentlich zugänglichen Informations- und Diskussionsort zu schaffen.

 

3.  Architektur

Die zuständigen Ämter hatten dem Architekturentwurf bereits im Jahre 2014 zugestimmt. 

 

Das mehrstöckige Gebäude wird ein Solitär werden, also ein frei stehendes Haus, Im Haupthaus (6 Geschosse) befinden sich neben Büros und Seminarräumen auch Wohnungen für die Begünstigten. Im Vorderhaus (2 Geschosse zzgl. Dachterrasse) befinden sich das Informationszentrum sowie der Große Saal, in dem auch öffentliche Veranstaltungen stattfinden werden. 

 

4.  Das historische Quartier

Waisenstraße

Die "Waisenstraße" trägt ihren Namen seit dem 31 Januar 1861. Dieser bezieht sich auf das Große Friedrichshospital und das ihm zugeordnete Waisenhaus. Beides stiftete der Kurfürst Friedrich III. (Friedrich I .) im Jahre 1697 - fertiggestellt im Jahre 1716. Das Waisenhaus befand sich an der Stelle, wo heute das Gebäude "Littenstraße 109" steht (zwischen Spree und Stralauer Straße). 

Littenstraße

Die "Littenstraße" gehört zu den ältesten Verkehrswegen Berlins. Ihren Namen trägt sie nach Hans Litten, der am 5. Februar 1938 im Konzentrationslager Dachau nach mehrjähriger Haft und Folter durch Suizid starb. Die Umbenennung der Straße in "Littenstraße", die bis dato "Neue Friedrichstraße" hieß, erfolgte am 10. Mai 1951

Hans Achim Litten

Rechtsanwalt und Strafverteidiger

* 19. Juni 1903 in Halle (Saale);

† 5. Februar 1938 im KZ Dachau 

 

"(...) Dem gerade 27-jährigen Litten gelang es durch präzise Quellenkenntnis und Verlesung von Zitaten aus parteioffiziellen Schriften der NSDAP Hitler die legalistische Maske zu entreißen, jenem Mann, der nicht aufhörte zu betonte, so auch in der Gerichtsverhandlung am 8. Mai 1931, dass "unsere SA das strengste Gebot (hat), sich von Angriffen gegen Andersdenkende fern zu halten". Hitler wurde von Litten in einer zweistündigen Befragung derart in die Enge getrieben, dass dieser schließlich mit hochrotem Kopf in den Gerichtssaal schrie und sich vor Gericht von seinem späteren Propagandaminister Goebbels distanzieren und seine Verfassungstreue beschwören musste.

 

Mit dieser Bloßstellung Hitlers und seinem juristischen Erfolg - drei der Angeklagten wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, vom Vorwurf des Totschlags allerdings freigesprochen - hatte Litten sein eigenes Todesurteil besiegelt.

 

Doch dieses Verfahren war nicht der einzige Prozess, in dem Litten den Kern der NSDAP entlarvte und es aufgrund seiner Verteidigungsstrategie zur Verurteilung von SA-Mitgliedern kam. Es folgten bis 1933 fünf weitere Prozesse gegen Angehörige des 'SA-Sturms 33' (...)". (Maren Witthoeft, Hans Litten. Der Mann, der Hitler bloß stellte, in: Frankfurter Rundschau 2003)

5.  Photo-Galerie

Aktualisiert am 14. Juli 2018

Rückblick

 

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Aktuell

Die Bewerbung für die ELK-Preise 2018 ist leider bereits abgelaufen. Ende Juli werden wir die Preisträger bekanntgeben. 

Zu allen ELK-Preisen 

Engagement-Schwerpunkt I

Careleaver

 

Neubau

Die Vorbereitungen für das "EmMi LuebesKind-Haus" in Berlin schreiten voran. 

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Buchprojekt "Careleaver"

Die ELK setzt derzeit ein umfassendes Careleaver-Buchprojekt um. 

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Engagement-Schwerpunkt II

Kinder und Jugendliche

 

Wunschzettel-Box - auch in 2018

Auch in 2018 wird es eine Wunschzettel-Aktion geben. 

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Studie veröffentlicht und frei verfügbar

Die von der ELK exklusiv ermöglichte Langeitstudie der Universität Siegen ist in gedruckter Form und auch als PDF kostenlos verfügbar. 

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